Einkommensteuerreform: 5-Jahres-Regel wird 6-Jahres-Regel, und andere wesentlichen Änderungen.

Am 13. und 22. Dezember 2018 haben der Staatsrat und die Staatliche Steuerverwaltung eine Reihe von Vorschriften zum reformierten Einkommensteuergesetz veröffentlicht, die am 1. Januar 2019 in Kraft getreten sind.

Worin unterscheiden sich die endgültigen Regelungen von den zuvor veröffentlichten Entwürfen?

Gegenüber dem Anfang letzten Jahres veröffentlichten Entwurf wurden mehrere Anpassungen vorgenommen. Im Folgenden werden die wichtigsten Änderungen in den endgültigen Verordnungen dargestellt.

Sonderabzüge

Ausländische Steuerzahler können während einer Übergangsperiode von drei Jahren wählen, ob sie weiterhin die Steuerbefreungen für Miete, Umzug, Schulgeld etc. geltend machen wollten, die auch unter dem alten Recht für Ausländer galten, oder die Sonderabzüge nach dem neuen Einkommensteuerrecht in Anspruch nehmen wollen.

Ab dem Steuerjahr 2022 soll auch für Ausländer nur noch die Sonderabzugsregelung entsprechend dem reformierten Einkommensteuergesetz gelten.

Neue Steuerabzugs- und Vorauszahlungsmethode

Für die Vorauszahlung von Steuern für gebietsansässige und gebietsfremde Steuerpflichtige gelten unterschiedliche Regeln und Vorschriften. Darüber hinaus werden die zuvor veröffentlichten neuen Steuersätze auf Löhne und Gehälter angewendet, während die bestehenden Steuersätze auf andere Arten von Einkommen angewendet werden, wie in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

Es ist noch nicht klar, wie die Quellensteuer für ausländische Personen zu Beginn des Jahres einzubehalten ist, wenn der Steuerwohnsitz nicht klar ist. Ebsenso unklar ist, wie die steuerliche EInordnung geändert werden kann, wenn der Status eines Steuerzahlers von einem Nichtansässigen zu einem ansässigen Steuerpflichtigen zur Jahresmitte wechselt.

Fünf-Jahres-Regel wird Sechs-Jahres-Regel

Gemäß Artikel 4 von Guoling[2018] Nr. 707 kann eine nicht in China ansässige Person, die sich weniger als sechs aufeinander folgende Jahre (und mehr als 183 Tage pro Jahr) in China aufhält, von der Steuerzahlung auf das im Ausland erwirtschaftete Einkommen befreit werden, das von einer ausländischen Körperschaft getragen wird. Diese Einkünfte sind der zuständigen Steuerbehörde zu melden. Wenn der Steuerzahler sich in einem Kalenderjahr für mehr als 30 Tage außerhalb Chinas aufhält, wird die Uhr auf Null gesetzt und die Sechsjahresregel beginnt erneut ab dem nächsten Jahr, in welchem er sich mehr als 183 Tage in China aufhält.

Damit wurde die Fünfjahresregelung effektiv auf eine Sechsjahresregelung ausgedehnt.

Detaillierte Berichterstattung

Wir werden alle Vorschriften und deren Umsetzung in speziellen Artikeln näher erläutern.