Die staatliche Steuerverwaltung (STA – State Taxation Administration) hat kürzlich eine Mitteilung herausgegeben, in der 14 Fragen über die Behandlung der Mehrwertsteuer geklärt werden. Die wichtigsten Änderungen haben wir im folgenden Artikel für Sie zusammengefasst.

Alle Informationen basieren auf dem Rundschreiben der STA. Die Fragen beziehen sich auf den Vorsteuerabzug für inländische Reisekosten und andere Gegenstände vom 16. September 2019. (Bekanntmachung Nr. 31 von 2019)

1. Vorsteuerabzug für inländische Reisekosten möglich

Ab dem 1. April 2019 darf die gezahlte Mehrwertsteuer aus inländischen Reise- und Transportkosten von Mitarbeiten als Vorsteuergutschrift verwendet werden.

Darüber hinaus definiert das Rundschreiben „Mitarbeiter“ als Personen, die einen Arbeitsvertrag mit einem Unternehmen geschlossen haben oder die für einen Arbeitsauftrag an das Unternehmen abgeordnet wurden. Das bedeutet, dass das Unternehmen Transportkosten von Teilzeitkräften ohne regulären Arbeitsvertrag oder andere, die keinen ordnungsgemäßen Arbeitsvertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen haben, nicht zum Vorsteuerabzug verwenden kann.

2. „Super Deduction“: Basiswert sind Umsatzerlöse wie beim Finanzamt angegeben

Des Weiteren wurden Regelungen aus einem Rundschreiben, das Anfang des Jahres veröffentlicht worden war, genauer ausgelegt um zu klären, welcher Vorsteuerabzug zulässig ist.

Für die Basis der sogenannten „Super Deduction“ legte das Rundschreiben fest, dass die Umsatzerlöse den Betrag umfassen, den das Unternehmen beim Finanzamt angegeben hat, gegebenenfalls zuzüglich des vom Finanzamt im Steuerbescheid oder im Rahmen einer Steuerprüfung verfügten Anpassungsbetrags

3. Umsatzsteuerbefreiung für Kleinunternehmen während der Gründungs- und Abmeldephase

Weitere Änderungen betreffen Kleinunternehmen, die die Mehrwertsteuer vierteljährlich abführen. Wenn in einem Quartal der tatsächliche Geschäftsbetrieb nicht den vollen Zeitraum des Quartals umfasst, bedingt durch eine Gründung oder Abmeldung des Unternehmens, und die Umsatzerlöse im selben Quartal weniger als 300.000 RMB betragen, sind sie von der Mehrwertsteuer befreit. Diese Regelung wird rückwirkend ab dem 1. Januar 2019 angewendet.

4. Besteuerungsgrundlage für Subaufträge im Baugewerbe

Für Bauunternehmen, die ein Projekt teilweise an Subunternehmer weitervergeben, wird die Bemessungsgrundlage für die Mehrwertsteuer wie folgt berechnet: Vom erhaltenen Umsatzerlös wird der an das Subunternehmen zu zahlende Betrag abgezogen, einschließlich aller Gebühren (z.B. Dienstleistungsgebühren).

5. Einheitliche Mehrwertsteuerbehandlung für „Eat in“ und „Take away“ Restaurants

Die State Taxation Administration hat die steuerliche Behandlung von gastronoomischen Angeboten „Eat in“ und „Take away“ weiter vereinheitlicht, da Take-away bei den Konsumenten immer beliebter wird. Um die Einheitlichkeit der steuerlichen Behandlung zu gewährleisten, sieht die Richtlinie vor, dass alle Steuerzahler, die Lebensmittel vor Ort zubereiten und direkt an den Verbraucher verkaufen für Mehrwertsteuerzwecke als „Catering-Service“ eingestuft werden. Der anzuwendende Steuersatz beträgt 6%.

Kontaktieren Sie uns gerne, um mehr über diese und weitere Änderungen aus der STA-Bekanntmachung Nr. 31/2019 zu erfahren.

 

Elizabeth Shi – Senior Tax Manager

Elizabeth Shi verfügt über mehr als 15 Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Recht und Steuern in China. Bevor sie zum Team von ECOVIS Beijing stieß, arbeitete Elizabeth Shi in den Beratungsabteilungen mehrerer „Big Four“-Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Sie berät Firmen zu verschiedenen Steuer- und Rechtsfragen in China und verfügt über langjährige Erfahrung im Umgang mit chinesischen Steuer- und anderen Regierungsbehörden. Ihre Spezialgebiete sind Tax Compliance, Restrukturierungen, Fusionen und Übernahmen, Steuer-Due Diligence, sowie Steuerplanung von Unternehmen und Einzelpersonen. Kontakt: elizabeth.shi@ecovis-beijing.com

 

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