Peking sagt nein zu frauenfeindlichen Recruiting-Praktiken

Das Pekinger Municipal Human Resources and Social Security Bureau und neun weitere Abteilungen veröffentlichten am 26. Juni 2019 gemeinsam eine “Mitteilung über die weitere Stärkung der Verwaltung von Einstellungsaktivitäten zur Förderung der Beschäftigung von Frauen”. Die Mitteilung konzentriert sich auf die Umsetzung der grundlegenden nationalen Politik der Gleichstellung von Männern und Frauen.

Die neue Verordnung befasst sich mit Themen wie geschlechtsspezifischen Stellenangeboten, Unterschieden in der Bezahlung von Männern und Frauen sowie der Unterstützung der Führungsrolle von Frauen. Darüber hinaus wird ausdrücklich untersagt, Frauen nach ihrem Familienstand zu fragen und diesen als Kriterium für eine Einstellung heranzuziehen. Darüber hinaus ist die Verwendung eines Schwangerschaftstests im Rahmen einer ärztlichen Erstuntersuchung als Voraussetzung für die Beschäftigung verboten.

Dies ist nicht die erste Mitteilung zum Schutz und zur Förderung der Rechte der Frauen am Arbeitsplatz. Zahlreiche Gesetze und Verordnungen befassen sich mit der Diskriminierung von Frauen im Arbeitsleben. Allerdings scheint die Stadt Peking jetzt entschlossen zu sein, die bestehenden Regulungen stärker durchzusetzen: Nach dieser neuen Mitteilung werden diejenigen, die gegen die Vorschriften verstoßen, mit einer Geldstrafe von RMB 10.000 (rund 1.488 US$) bis zu RMB 50.000 bestraft, wenn sie sich weigern, ihre Praktiken zu korrigieren. Personaldienstleistern können ihre Lizenzen aufgrund schwerer Verstöße entzogen werden.

Weitere Informationen über Chinas Arbeitsgesetzs und -vorschriften finden Sie auf unserer Website, wo wir laufendüber aktuelle rechtliche Entwicklungen informieren. Für eine individuelle Beratung steht Ihnen Ashley Tian gerne zur Verfügung.